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28 April—
28 May 2023

odyssée privée
Museum Gelnhausen, Gelnhausen



Odyssée privée---------------------------------------------------------- Eine Ausstellung des Netzwerks Frank*--------------------- E.M.C. Collard | Isabel Friedrich | Ekaterina Leo | Justine Otto | Julia Roppel Sarah Schoderer Eva Schwab | Sigi am Thor | Tatiana Urban | Toni Wombacher Das FRANK* Netzwerk ist konzipiert als lose Gemeinschaft von Künstlerinnen, die in verschiedener Weise mit der Stadt Frankfurt verbunden sind. Was alle verbindet, ist die die jeweils individuelle, vertiefte Auseinandersetzung mit der Malerei. Diese macht das Netzwerk für Ausstellungen produktiv: als Schnittstelle, Reibungspunkt und Grundlage für Austausch. Dabei erstreckt sich die technische Bandbreite von einer eher traditionellen Umsetzung in Öl, Acryl oder Tusche auf Leinwand hin zu Positionen, die Malerei in den Raum erweitern. Derzeit im Netzwerk vertreten sind E.M.C. Collard, Isabel Friedrich, Ekaterina Leo, Justine Otto, Julia Roppel, Sarah Schoderer, Eva Schwab, Sigi am Thor, Tatiana Urban und Toni Wombacher. Die Ausstellung “Odyssée privée”, die vom 28.04.-28.05.23 im Museum Gelnhausen zu sehen ist, nahm ihren gedanklichen Anfang am Eisernen Steg in Frankfurt. Dort liest man in großen griechischen Lettern ein Zitat aus Homers Odyssee: “Auf weinfarbenem Meer, segelnd zu anderssprachigen Menschen”. Dieses traumähnliche Bild aus den Abenteuern des Königs Odysseus war Impulsgeber für eine Schau, die von der „privaten Odyssee“ des Kunstschaffens und dem persönlichen Lebensweg des/der Einzelnen in einer Ära multipler Krisen handelt. Es geht um Irrwege, auf denen man sich verliert und findet, Turbulenzen und Resilienz, das Eigene und das Fremde. Und um die Möglichkeit, mit und durch Kunst zwischenmenschliche Verbindungen zu wagen und Gemeinsamkeiten zu finden. Das Wort “privée”, das im Französischen für Privateigentum, Privatsphäre, ein Abgrenzen nach außen steht, regt Fragen nach dem eigenen, häuslichen Raum an, der gerade in der Pandemiezeit oft überstrapaziert wurde: In der Intimität des kollektiven Alleingangs, die uns durch Corona auferlegt wurde, war die „Odyssee“ der ureigenen, innerlichen Lebensreise mit ihren Höhen und Tiefen den Menschen nicht immer ins Gesicht geschrieben – vor allem dann nicht, wenn das besagte Gesicht einem auf Instagram facegetuned entgegen lächelte. Auch Anklänge nach den verschwimmenden Grenzen des Privaten zum Öffentlichen in unserer Zeit zunehmend hyper-transparenter und durch KI und Einflussnahme auch schon teilweise unwahrhaftiger Medien, in der Privatsphäre neu definiert werden muss, finden sich im Titel wieder.